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Zwangskosten

Berufsgenossenschaft (BG-Beitrag)

Gesetzliche oder örtliche Vorgaben — abhängig vom Einzelfall

Frequenz: jährlich Gesetz: SGB VII §150 — Beitragspflicht

Die Kosten

BGW-Beispiel Friseur: 218,96 €/Jahr bei 29.000 € Versicherungssumme

jährlich

Was verlangt wird — und was das kostet

Unternehmen werden dem zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger zugeordnet und finanzieren den Schutz ihrer versicherten Beschäftigten. Unternehmerinnen und Unternehmer selbst sind jedoch nicht in allen Branchen automatisch pflichtversichert; das richtet sich nach Gesetz oder Satzung des jeweiligen Trägers. Eine allgemeine Beitragspflicht aller Solo-Selbständigen gibt es nicht. Die gesetzliche Unfallversicherung trägt Leistungen nach Arbeitsunfällen und bei Berufskrankheiten. Ob Beitrag und Schutz für eine konkrete selbständige Tätigkeit angemessen sind, lässt sich nur anhand der zuständigen Berufsgenossenschaft, ihrer Satzung, der Gefahrklasse und der Versicherungssumme beurteilen. Wo eine Unternehmer-Pflichtversicherung besteht, können auch Solo-Selbständige zahlen. Die aktuelle BGW-Seite nennt ab 1. Januar 2026 eine Mindestversicherungssumme von 29.000 Euro; ihr Friseurbeispiel verwendet die Gefahrklasse 3,63 und den Beitragsfuß des Beitragsjahres 2025 und weist 218,96 Euro Jahresbeitrag aus. Bei Schädlingsbekämpfung nennt dieselbe Tabelle 436,22 Euro bei 29.000 Euro und 1.804,61 Euro bei 120.000 Euro Versicherungssumme. Das sind BGW-Fälle, keine allgemeine Solo-Pauschale.

Einordnung und Kritik

Wo die Unternehmer-Pflichtversicherung greift, ist der eigene Austritt keine frei wählbare Alternative. Ob der Beitrag angemessen ist, muss am konkreten Risiko, Leistungsumfang und Tarif des zuständigen Trägers geprüft werden.

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Weitere Zwangskosten und Themen

Verwandte Pflichtkosten und passende Themen im Überblick.

Beruf & Gewerbe

IHK-Pflichtmitgliedschaft

Ein konkretes Beispiel zeigt die Größenordnung: Bei der IHK Berlin zahlt eine nicht im Handelsregister eingetragene natürliche Person mit 100.000 Euro Gewerbeertrag im Jahr 2026 insgesamt 246,32 Euro. Das sind 102,40 Euro Grundbeitrag plus 0,17 Prozent Umlage auf 100.000 Euro minus 15.340 Euro Freibetrag. Das ist ein Berliner Unternehmensfall, keine bundesweite Preisliste. Die IHK ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, kein freiwilliger Verein. Gerade deshalb sollten Aufgaben und Beiträge eng am gesetzlichen Auftrag überprüft werden.

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Beruf & Gewerbe

Gewerbeanmeldung

Die Gewerbeanzeige ist gesetzlich vorgeschrieben und lokal bepreist. Berlin verlangt 15 Euro online, 26 Euro bei persönlicher Anmeldung eines Einzelgewerbes und 31 Euro für eine juristische Person mit einem gesetzlichen Vertreter. Damit kostet bereits die vorgeschriebene Anzeige; Rechtsform, Einreichungsweg und Zahl der Vertreter können den Betrag weiter verändern.

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Beruf & Gewerbe

Handwerkskammer-Pflichtbeitrag

Die Höhe hängt von Kammer, Rechtsform und Bemessungsgrundlage ab. Bei der Handwerkskammer Berlin beträgt der Grundbeitrag 2026 für natürliche Personen und Personengesellschaften bis 13.000 Euro Bemessungsgrundlage 135 Euro, darüber 250 Euro. Für bestimmte Gruppen kommt eine Zusatzumlage von 8,7 Promille auf den Betrag oberhalb von 5.112,92 Euro hinzu; maßgeblich sind 2026 grundsätzlich die Daten des Jahres 2023.

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Steuern und Abgaben

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Viele Pflichtkosten haben steuerliche Zwillinge oder historische Vorläufer auf der Steuer- und Abgabenseite.

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Konsum

Steuern im Preis statt im Bescheid

Die Konsumseite macht sichtbar, wie sich Belastungen direkt an der Ladenkasse verstecken.

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