Zwangskosten
SCHUFA-Auskunft
Optionaler Bonitätsnachweis
Die Kosten
DSGVO-Datenauskunft: 0 € · optionaler BonitätsCheck: 29,95 € einmalig
bei Bedarf
Was verlangt wird — und was das kostet
Eine allgemeine Pflicht, vor jedem Miet-, Bank- oder Mobilfunkvertrag selbst eine SCHUFA-Auskunft zu kaufen, gibt es nicht. Auf angespannten Wohnungsmärkten kann ein teilbarer Bonitätsnachweis dennoch zur faktischen Zugangshürde werden: Wer ihn nicht kurzfristig vorlegt, konkurriert mit Bewerbern, die das kostenpflichtige Dokument bereits haben. Banken und Mobilfunkanbieter prüfen Bonität dagegen regelmäßig in ihren eigenen Prozessen. Die Auskunft über die eigenen personenbezogenen Daten nach Art. 15 DSGVO ist grundsätzlich kostenlos und nicht auf einmal pro Jahr begrenzt. Der Verantwortliche muss nach Art. 12 grundsätzlich innerhalb eines Monats reagieren; nur bei offenkundig unbegründeten oder exzessiven, insbesondere häufig wiederholten Anträgen kann ein angemessenes Entgelt verlangt oder der Antrag abgelehnt werden. Diese Datenauskunft ist nicht dasselbe wie ein kompakter Bonitätsnachweis für Dritte. Der SCHUFA-BonitätsCheck kostet aktuell 29,95 Euro einmalig und ist zum Weitergeben gedacht. Der Kauf ist freiwillig; das kostenlose DSGVO-Auskunftsrecht besteht unabhängig davon.
Einordnung und Kritik
Kostenlose Datenauskunft und kostenpflichtiger Nachweis für Dritte sind verschiedene Produkte. Niemand muss für das grundsätzliche Recht zahlen, seine eigenen gespeicherten Daten einzusehen. Praktischer Druck auf Wohnungssuchende bleibt trotzdem ein kritischer Punkt.
Weiterklicken
Weitere Zwangskosten und Themen
Verwandte Pflichtkosten und passende Themen im Überblick.
Sonstiges
Kontogebühren
Ein Konto ist oft praktisch unverzichtbar, aber nicht jedes Konto muss kostenpflichtig sein. Bedingungen für Gebührenfreiheit und der Basiskontoanspruch sollten verständlich sein, damit gerade Menschen mit wenig Geld nicht unnötig zahlen.
Weiter →
Sonstiges
Steuererklärung: Software / Steuerberater
Wer einen Pflichtfall erfüllt, muss die Erklärung auch dann abgeben, wenn Finanzbehörden bereits einzelne Lohndaten, Versicherungsbeiträge oder Rentenbezugsmitteilungen erhalten haben. Kostenlose ELSTER-Funktionen reduzieren Eingabeaufwand, erfassen aber nicht automatisch jeden steuerlich relevanten Sachverhalt. So bleibt der Steuerpflichtige für Prüfung und Ergänzung verantwortlich und trägt bei komplexen Fällen den zusätzlichen Zeit- oder Beratungskostenaufwand selbst.
Weiter →
Papiere & Bürokratie
Führungszeugnis
Ein verlangter Strafregisterauszug kann den Zugang zu einer Tätigkeit von einem kostenpflichtigen Behördennachweis abhängig machen. Gebührenbefreiungen helfen, sind aber an Voraussetzungen gebunden.
Weiter →
Steuern und Abgaben
Die Schwesterseite für Steuern und Abgaben
Viele Pflichtkosten haben steuerliche Zwillinge oder historische Vorläufer auf der Steuer- und Abgabenseite.
Weiter →
Konsum
Steuern im Preis statt im Bescheid
Die Konsumseite macht sichtbar, wie sich Belastungen direkt an der Ladenkasse verstecken.
Weiter →